Allgemeine Reise- und Geschäftsbedingungen

zum neuen Pauschalreiserecht ab dem 01. Juli 2018 - gültig für Endkunden (B2C)

1. Abschluss des Reisevertrages / Verpflichtung für Mitreisende

1.1. Für alle Buchungswege (z.B. im Reisebüro, direkt beim Veranstalter, telefonisch, online etc.) gilt:

a) Grundlage dieses Angebots sind die Reiseausschreibung und die ergänzenden Informationen des Reiseveranstalters für die jeweilige Reise, soweit diese dem Kunden bei der Buchung vorliegen.

b) Der Kunde hat für alle Vertragsverpflichtungen von Reisenden, für die er die Buchung vornimmt, wie für seine eigenen einzustehen, soweit er diese Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

c) Weicht der Inhalt der Reisebestätigung des Reiseveranstalters vom Inhalt der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das er für die Dauer von zehn Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, soweit der Reiseveranstalter bezüglich des neuen Angebots auf die Änderung hingewiesen und seine vorvertraglichen Informationspflichten erfüllt hat und der Kunde innerhalb der Bindungsfrist dem Reiseveranstalter die Annahme durch ausdrückliche Erklärung oder Anzahlung erklärt.

d) Die vom Veranstalter gegebenen vorvertraglichen Informationen über wesentliche Eigenschaften der Reiseleistungen, den Reisepreis und alle zusätzlichen Kosten, die Zahlungsmodalitäten, die Mindestteilnehmerzahl und die Stornopauschalen (gem. Artikel 250 § 3 Nummer 1, 3 bis 5 und 7 EGBGB) werden nur dann nicht Bestandteil des Pauschalreisevertrages, sofern dies zwischen den Parteien ausdrücklich vereinbart ist.

1.2. Für die Buchung, die mündlich, telefonisch, schriftlich, per E-Mail, SMS oder per Telefax erfolgt, gilt:

a) Mit der Buchung (Reiseanmeldung) bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss des Pauschalreise-vertrages verbindlich an.

b) Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Reisebestätigung durch den Reiseveranstalter zustande. Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird der Reiseveranstalter dem Kunden eine den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Reisebestätigung auf einem dauerhaften Datenträger übermitteln (welcher es dem Kunden ermöglicht, die Erklärung unverändert so aufzubewahren oder zu speichern, dass sie ihm in einem angemessenen Zeitraum zugänglich ist, z.B. auf Papier oder per Email), sofern der Reisende nicht Anspruch auf eine Reisebestätigung in Papierform nach Art. 250 § 6 Abs. 1 Satz 2 EGBGB hat, weil der Vertragsschluss in gleichzeitiger körperlicher Anwesenheit beider Parteien oder außerhalb von Geschäftsräumen erfolgte.

1.3. Bei Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr (z.B. Internet, App, Telemedien) gilt für den Vertragsabschluss:

a) Dem Kunden wird der Ablauf der elektronischen Buchung in der entsprechenden Anwendung erläutert.

b) Dem Kunden steht zur Korrektur seiner Eingaben, zur Löschung oder zum Zurücksetzen des gesamten Buchungs-formulars eine entsprechende Korrekturmöglichkeit zur Verfügung, deren Nutzung erläutert wird.

c) Die zur Durchführung der elektronischen Buchung angebotenen Vertragssprachen sind angegeben.

d) Soweit der Vertragstext vom Reiseveranstalter gespeichert wird, wird der Kunde darüber und über die Möglichkeit zum späteren Abruf des Vertragstextes unterrichtet.

e) Mit Betätigung des Buttons (der Schaltfläche) "zahlungspflichtig buchen“ oder mit vergleichbarer Formulierung2 bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss des Pauschalreisevertrages verbindlich an.

f) Dem Kunden wird der Eingang seiner Reiseanmeldung unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigt (Eingangs-bestätigung).

g) Die Übermittlung der Reiseanmeldung durch Betätigung des Buttons begründet keinen Anspruch des Kunden auf das Zustandekommen eines Vertrages.

h) Der Vertrag kommt erst durch den Zugang der Reisebestätigung des Reiseveranstalters beim Kunden zu Stande, die auf einem dauerhaften Datenträger erfolgt. Erfolgt die Reisebestätigung sofort nach Betätigung des Buttons "zahlungspflichtig buchen“ durch entsprechende unmittelbare Darstellung der Reisebestätigung am Bildschirm, so kommt der Pauschalreisevertrag mit Darstellung dieser Reisebestätigung zu Stande. In diesem Fall bedarf es auch keiner Zwischenmitteilung über den Eingang der Buchung gemäß Buchstabe f) oben, soweit dem Kunden die Möglichkeit zur Speicherung auf einem dauerhaften Datenträger und zum Ausdruck der Reisebestätigung angeboten wird. Die Verbindlichkeit des Pauschalreisevertrages ist jedoch nicht davon abhängig, dass der Kunde diese Möglichkeiten zur Speicherung oder zum Ausdruck tatsächlich nutzt.

1.4 Der Reiseveranstalter weist darauf hin, dass nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 312 Abs. 7, 312g Abs. 2 Satz 1 Nr. 9 BGB) bei Pauschalreiseverträgen nach § 651a und § 651c BGB, die im Fernabsatz abgeschlossen wurden (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails, über Mobilfunk versendete Kurznachrichten (SMS) sowie Rundfunk, Telemedien und Onlinedienste), kein Widerrufsrecht besteht, sondern lediglich die gesetzlichen Rücktritts- und Kündigungsrechte, insbesondere das Rücktrittsrecht gemäß § 651h BGB (siehe hierzu auch Ziff. 5). Ein Widerrufsrecht besteht jedoch, wenn der Vertrag über Reiseleistungen nach § 651a BGB außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen worden ist, es sei denn, die mündlichen Verhandlungen, auf denen der Vertrags-schluss beruht, sind auf vorhergehende Bestellung des Verbrauchers geführt worden; im letztgenannten Fall besteht kein Widerrufsrecht. 

2. Bezahlung

2.1 Reiseveranstalter und Reisevermittler dürfen Zahlungen auf den Reisepreis vor Beendigung der Pauschalreise nur fordern oder annehmen, wenn ein wirksamer Kundengeldabsicherungsvertrag besteht und dem Kunden der Sicherungs-schein mit Namen und Kontaktdaten des Kundengeldabsicherers in klarer, verständlicher und hervorgehobener Weise übergeben wurde. Nach Vertragsabschluss wird gegen Aushändigung des Sicherungsscheines eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises zur Zahlung fällig. Die Restzahlung wird 22 Tage vor Reisebeginn fällig, sofern der Sicherungsschein übergeben ist und das Rücktrittsrecht des Reiseveranstalters aus dem in Ziffer 8 genannten Grund nicht mehr ausgeübt werden kann.

2.2 Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten Zahlungsfälligkeiten, obwohl der Reiseveranstalter zur ordnungsgemäßen Erbringung der vertraglichen Leistungen bereit und in der Lage ist, seine gesetzlichen Informationspflichten erfüllt hat und kein gesetzliches oder vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Kunden besteht, so ist der Reiseveranstalter berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Pauschalreisevertrag zu-rückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 5.2 Satz 2 bis 5.5 zu belasten

3. Änderungen von Vertragsinhalten vor Reisebeginn, die nicht den Reisepreis betreffen

3.1 Abweichungen wesentlicher Eigenschaften von Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Pauschalreisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind dem Reiseveranstalter vor Reisebeginn gestattet, soweit die Abweichungen unerheblich sind und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigen.

3.2. Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden über Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. auch durch E-Mail, SMS oder Sprachnachricht) klar, verständlich und in hervorgehobener Weise zu informieren.

3.3 Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Eigenschaft einer Reiseleistung oder der Abweichung von besonderen Vorgaben des Kunden, die Inhalt des Pauschalreisevertrags geworden sind, ist der Kunde berechtigt, innerhalb einer vom Reiseveranstalter gleichzeitig mit Mitteilung der Änderung gesetzten angemessenen Frist

• entweder die Änderung anzunehmen

• oder unentgeltlich vom Pauschalreisevertrag zurückzutreten

• oder die Teilnahme an einer Ersatzreise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter eine solche Reise angeboten hat.

Der Kunde hat die Wahl, auf die Mitteilung des Reiseveranstalters zu reagieren oder nicht. Wenn der Kunde gegenüber dem Reiseveranstalter reagiert, dann kann er entweder der Vertragsänderung zustimmen, die Teilnahme an einer Ersatzreise verlangen, sofern ihm eine solche angeboten wurde, oder unentgeltlich vom Vertrag zurücktreten.

Wenn der Kunde gegenüber dem Reiseveranstalter nicht oder nicht innerhalb der gesetzten Frist reagiert, gilt die mitgeteilte Änderung als angenommen.

Hierauf ist der Kunde in der Erklärung gemäß Ziffer 3.2 in klarer, verständlicher und hervorgehobener Weise hinzuweisen.

3.4. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. Hatte der Reiseveranstalter für die Durchführung der geänderten Reise bzw. Ersatzreise bei gleichwertiger Beschaffenheit geringere Kosten, ist dem Kunden der Differenzbetrag entsprechend § 651m Abs. 2 BGB zu erstatten.

4. Leistungs- und Preisänderungen

4.1 Änderungen wesentlicher Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigen.

4.2 Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. 

4.3 Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden über wesentliche Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund zu informieren. 

4.4 Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Kunde berechtigt, unentgeltlich vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung des Reiseveranstalters über die Änderung der Reiseleistung oder die Absage der Reise diesem gegenüber geltend zu machen.

5. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn / Stornobedingungen und Rücktrittskosten

5.1 Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn vom Pauschalreisevertrag zurücktreten. Der Rücktritt ist gegenüber dem Reiseveranstalter zu erklären. Falls die Reise über einen Reisevermittler gebucht wurde, kann der Rücktritt auch diesem gegenüber erklärt werden. Dem Kunden wird empfohlen, den Rücktritt auf einem dauerhaften Datenträger zu erklären.

5.2 Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann der Reiseveranstalter eine angemessene Entschädigung verlangen, soweit der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten ist oder am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen; Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich, wenn sie nicht der Kontrolle des Reiseveranstalters unterliegen, und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären8.

5.3 Die Höhe der Entschädigung bestimmt sich nach dem Reisepreis abzüglich des Werts der vom Reiseveranstalter er-sparten Aufwendungen sowie abzüglich dessen, was er durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwirbt, welche auf Verlangen des Kunden durch den Reiseveranstalter zu begründen ist. Der Reiseveranstalter hat die nachfolgenden Entschädigungspauschalen unter Berücksichtigung des Zeitraums zwischen der Rücktrittserklärung und dem Reisebeginn sowie unter Berücksichtigung der erwarteten Ersparnis von Aufwendungen und des erwarteten Erwerbs durch anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen festgelegt. Die Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung wie folgt mit der jeweiligen Stornostaffel berechnet:

• bis 46 Tage vor Reiseantritt 10% des Reisepreises 

• (bei Flugreisen 10% des Reisepreises, mindestens aber 100 Euro pro Person

• ab dem 45. bis 30. Tag vor Reiseantritt 15% des Reisepreises, mindestens aber 100 Euro pro Person

• ab dem 29. bis 15. Tag vor Reiseantritt 30% des Reisepreises,

• ab dem 14. bis  7. Tag vor Reiseantritt 50% des Reisepreises,

• ab dem 6. Tag vor Reiseantritt 70% des Reisepreises,

• am Tag der Abreise oder bei Nichtantritt (no-show) 80% des Reisepreises.

5.4 Dem Kunden bleibt in jedem Fall der Nachweis gestattet, die dem Reiseveranstalter zustehende angemessene Entschädigung sei wesentlich niedriger als die von ihm geforderte Entschädigungspauschale.

5.5 Der Reiseveranstalter behält sich vor, anstelle der vorstehenden Entschädigungspauschalen eine höhere, individuell berechnete Entschädigung zu fordern, soweit der Reiseveranstalter nachweist, dass ihm wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Entschädigungspauschale entstanden sind. In diesem Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen sowie abzüglich dessen, was er durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwirbt, konkret zu beziffern und zu begründen.

5.6 Ist der Reiseveranstalter infolge eines Rücktritts zur Rückerstattung des Reisepreises verpflichtet, hat er unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Rücktrittserklärung zu leisten.

5.7 Das gesetzliche Recht des Kunden, gemäß § 651e BGB vom Reiseveranstalter durch Mitteilung auf einem dauerhaften Datenträger zu verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Pauschalreisevertrag eintritt, bleibt durch die vorstehenden Bedingungen unberührt. Eine solche Erklärung ist in jedem Fall rechtzeitig, wenn sie dem Reiseveranstalter 7 Tage vor Reisebeginn zugeht.

6. Umbuchungen

6.1 Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart (Umbuchung) besteht nicht. Dies gilt nicht, wenn die Umbuchung erforderlich ist, weil der Reiseveranstalter keine, eine unzureichende oder falsche vorvertragliche Information gemäß Art. 250 § 3 EGBGB gegenüber dem Reisenden gegeben hat; in diesem Fall ist die Umbuchung kostenlos möglich.

Wird in den übrigen Fällen auf Wunsch des Kunden dennoch eine Umbuchung vorgenommen, kann der Reiseveranstalter ein Umbuchungsentgelt in Höhe von EUR 50,00 pro Person erheben.

6.2 Umbuchungswünsche des Kunden, die nach Ablauf der Fristen erfolgen, können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom Pauschalreisevertrag gemäß Ziffer 5 zu den Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen, die nur geringfügige Kosten verursachen.

7. Nicht in Anspruch genommene Leistung

Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen, zu deren vertragsgemäßer Erbringung der Reiseveranstalter bereit und in der Lage war, nicht in Anspruch aus Gründen, die dem Reisenden zuzurechnen sind, hat er keinen Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises, soweit solche Gründe ihn nicht nach den gesetzlichen Bestimmungen zum kostenfreien Rücktritt oder zur Kündigung des Reisevertrages berechtigt hätten. Der Reiseveranstalter wird sich um Erstattung der ersparten Aufwendungen durch die Leistungsträger bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um völlig unerhebliche Aufwendungen handelt.

8. Rücktritt wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl

8.1. Der Reiseveranstalter kann wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl nur dann vom Pauschalreisevertrag zurücktreten, wenn er

a) in der jeweiligen vorvertraglichen Unterrichtung die Mindestteilnehmerzahl beziffert sowie den Zeitpunkt, bis zu welchem vor dem vertraglich vereinbarten Reisebeginn dem Kunden spätestens die Erklärung zugegangen sein muss, angegeben hat und

b) in der Reisebestätigung die Mindestteilnehmerzahl und die späteste Rücktrittsfrist angibt.

Ein Rücktritt ist dem Kunden gegenüber spätestens an dem Tag zu erklären, der dem Kunden in der vorvertraglichen Unterrichtung und der Reisebestätigung angegeben wurde.

Sollte bereits zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich sein, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann, hat der Reiseveranstalter unverzüglich von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen.

8.2. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgeführt, hat der Reiseveranstalter unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach dem Zugang der Rücktrittserklärung, Zahlungen des Kunden auf den Reisepreis zurückzuerstatten.  

9. Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen

Der Reiseveranstalter kann den Pauschalreisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn der Reisende ungeachtet einer Abmahnung des Reiseveranstalters nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maß vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Dies gilt nicht, soweit das vertragswidrige Verhalten ursächlich auf einer Verletzung von Informationspflichten des Reiseveranstalters beruht. Kündigt der Reiseveranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der ihm von den Leistungsträgern gutgebrachten Beträge.

10. Mitwirkungspflichten des Reisenden

10.1 Reiseunterlagen

Der Kunde hat den Reiseveranstalter oder seinen Reisevermittler, über den er die Pauschalreise gebucht hat, zu informieren, wenn er die notwendigen Reiseunterlagen (z.B. Flugschein, Hotelgutschein) nicht innerhalb der vom Reiseveranstalter mitgeteilten Frist erhält.

10.2 Mängelanzeige / Abhilfeverlangen

Wird die Reise nicht frei von Reisemängeln erbracht, so kann der Reisende Abhilfe verlangen.

Soweit der Reiseveranstalter infolge einer schuldhaften Unterlassung der Mängelanzeige nicht Abhilfe schaffen konnte, kann der Reisende weder Minderungsansprüche nach § 651m BGB noch Schadensersatzansprüche nach § 651n BGB geltend machen

Der Reisende ist verpflichtet, seine Mängelanzeige unverzüglich dem Vertreter des Reiseveranstalters vor Ort zur Kenntnis zu geben. Ist ein Vertreter des Reiseveranstalters vor Ort nicht vorhanden und vertraglich nicht geschuldet, sind etwaige Reisemängel dem Reiseveranstalter unter der mitgeteilten Kontaktstelle des Reiseveranstalters zur Kenntnis zu bringen; über die Erreichbarkeit des Vertreters des Reiseveranstalters bzw. seiner Kontaktstelle vor Ort wird in der Reisebestätigung unterrichtet. Der Reisende kann jedoch die Mängelanzeige auch seinem Reisevermittler, über den er die Pauschalreise gebucht hat, zur Kenntnis bringen.

Der Vertreter des Reiseveranstalters ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen sofern dies möglich ist. Er ist jedoch nicht befugt, Ansprüche anzuerkennen.

10.3 Fristsetzung vor Kündigung

Will ein Kunde/Reisender den Pauschalreisevertrag wegen eines Reisemangels der in § 651i Abs. 2 BGB bezeichneten Art, sofern er erheblich ist, nach § 651l BGB kündigen, hat er dem Reiseveranstalter zuvor eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung zu setzen. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Abhilfe vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Abhilfe notwendig ist.

10.4 Gepäckbeschädigung und Gepäckverspätung bei Flugreisen; besondere Regeln und Fristen zum Abhilfeverlangen

(a) Der Reisende wird darauf hingewiesen, dass Gepäckverlust, -beschädigung und -verspätung im Zusammenhang mit Flugreisen nach den luftverkehrsrechtlichen Bestimmungen vom Reisenden unverzüglich vor Ort mittels Schadens-anzeige („P.I.R.“) der zuständigen Fluggesellschaft anzuzeigen sind. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter können die Erstattungen aufgrund internationaler Übereinkünfte ablehnen, wenn die Schadensanzeige nicht ausgefüllt worden ist. Die Schadensanzeige ist bei Gepäckbeschädigung binnen 7 Tagen, bei Verspätung innerhalb 21 Tagen, nach Aushändigung zu erstatten.

(b) Zusätzlich ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck unverzüglich dem Reiseveranstalter, seinem Vertreter bzw. seiner Kontaktstelle oder dem Reisevermittler anzuzeigen. Dies entbindet den Reisenden nicht davon, die Schadenanzeige an die Fluggesellschaft gemäß Buchst. a) innerhalb der vorstehenden Fristen zu erstatten.

11. Beschränkung der Haftung

11.1 Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind und nicht schuldhaft herbei-geführt wurden, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche nach internationalen Übereinkünften oder auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften bleiben von der Beschränkung unberührt.

11.2 Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z. B. vermittelte Ausflüge, Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Reisebestätigung ausdrücklich und unter Angabe der Identität und Anschrift des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet wurden, dass sie für den Reisenden erkennbar nicht Bestandteil der Pauschalreise des Reiseveranstalters sind und getrennt ausgewählt wurden. Die §§ 651b, 651c, 651w und 651y BGB bleiben hierdurch unberührt.

Der Reiseveranstalter haftet jedoch, wenn und soweit für einen Schaden des Reisenden die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten des Reiseveranstalters ursächlich war.

12. Geltendmachung von Ansprüchen: Adressat, Information über Verbraucherstreitbeilegung

12.1 Ansprüche nach den § 651i Abs. 3 Nr. 2, 4-7 BGB hat der Kunde/Reisende gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu machen. Die Geltendmachung kann auch über den Reisevermittler erfolgen, wenn die Pauschalreise über diesen Reisevermittler gebucht war. Eine Geltendmachung auf einem dauerhaften Datenträger wird empfohlen. 

12.2 Der Reiseveranstalter weist im Hinblick auf das Gesetz über Verbraucherstreitbeilegung darauf hin, dass er nicht an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung teilnimmt. Sofern eine Verbraucherstreitbeilegung nach Drucklegung dieser Reisebedingungen für den Reiseveranstalter verpflichtend würde, informiert der Reiseveranstalter den Kunden hierüber in geeigneter Form. Der Reiseveranstalter weist für alle Reiseverträge, die im elektronischen Rechtsverkehr geschlossen wurden, auf die europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform http://ec.europa.eu/consumers/odr/ hin.

13. Informationspflichten über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens

Die EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet den Reiseveranstalter, den Kunden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung zu informieren.

Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, so ist der Reiseveranstalter verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich den Flug bzw. die Flüge durchführen wird bzw. werden. Sobald der Reiseveranstalter weiß, welche Fluggesellschaft den Flug durchführen wird, muss er den Kunden informieren.

Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, muss der Reiseveranstalter den Kun-den über den Wechsel informieren. Er muss unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen, dass der Kunde so rasch wie möglich über den Wechsel unterrichtet wird.

Die Liste der Fluggesellschaften mit EU-Betriebsverbot (Gemeinschaftliche Liste, früher „Black List“) ist auf folgender Internetseite abrufbar: http://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban/index_de.htm

14. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften

14.1 Der Reiseveranstalter wird den Kunden/Reisenden über allgemeine Pass- und Visaerfordernisse sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten des Bestimmungslandes einschließlich der ungefähren Fristen für die Erlangung von gegebenen-falls notwendigen Visa vor Vertragsabschluss sowie über deren evtl. Änderungen vor Reiseantritt unterrichten.

14.2 Der Kunde/Reisende ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der behördlich notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile, die aus dem Nicht-befolgen dieser Vorschriften erwachsen, z.B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen zu Lasten des Kunden/Reisenden. Dies gilt nicht, wenn der Reiseveranstalter nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.

14.3 Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass der Reiseveranstalter eigene Pflichten verletzt hat.

15. Rechtswahl und Gerichtsstand

15.1 Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter wird – soweit rechtlich zulässig - die Geltung deutschen Rechtes vereinbart.

15.2 Soweit bei Klagen des Kunden gegen den Reiseveranstalter im Ausland für die Haftung des Reiseveranstalters dem Grunde nach nicht deutsches Recht angewendet wird, findet bezüglich der Rechtsfolgen, insbesondere hinsichtlich Art, Umfang und Höhe von Ansprüchen des Kunden – soweit rechtlich zulässig - deutsches Recht Anwendung. 

15.3 Der Kunde kann den Reiseveranstalter nur an dessen Sitz verklagen. 

15.4 Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunden maßgebend. Für Klagen gegen Kunden bzw. Vertragspartner des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Reiseveranstalters vereinbart.

15.5 Die vorstehenden Bestimmungen über die Rechtswahl und den Gerichtsstand gelten nicht, 

a) wenn und insoweit sich aus vertraglich nicht abdingbaren Bestimmungen internationaler Abkommen, die auf  den Reisevertrag zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter anzuwenden sind, etwas anderes zugunsten des Kunden ergibt oder

b) wenn und insoweit auf den Reisevertrag anwendbare, nicht abdingbare Bestimmungen im Mitgliedstaat der EU, dem der Kunde angehört, für den Kunden günstiger sind als die Regelungen in diesen Reisebedingungen oder die anwendbaren deutschen Vorschriften. 

16. Sonstiges

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages einschließlich dieser Reisebedingungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge.

17. Veranstalter

Die angebotenen Reisen werden der ZONISTA GmbH, Köln veranstaltet.

Anschrift: Zonista GmbH - Destination Travel Experts |  Goethestr. 36 |  50858 Köln

Handelsregister:Amtsgericht Köln HRB 93655

Geschäftsführer:Alfred Becker

Kontaktinfos. info@zonista. | Telefon: 0221 – 1680 14-0 | Telefax: 0221 – 1680 14-11

USt.-IdNr.: DE273461886

Stand: Juli 2018

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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für Wiederverkäufer (B2B) der ZONISTA GmbH - Destination Travel Experts (ZONISTA)

§ 1      Geltungsbereich

  1. Diese Bestimmungen gelten für alle zwischen ZONISTA und Reiseveranstaltern, Reiseanbietern, Reisebüros und sonstigen Unternehmen (Vertragspartner) abgeschlossen Verträge, deren Inhalt die Planung, Zusammenstellung und Durchführung von Reisedienstleistungen für Gruppen- und Individualreisende ist (Reisevertrag).
  2. Die Beauftragung von ZONISTA mit der Erstellung eines Reiseangebots sowie der Abschluss eines Reisevertrages stehen unter der Bedingung, dass der Vertragspartner in die Geltung dieser AGB durch Nichtwidersprechen einwilligt.
  3. Regelungen, die von diesen Bestimmungen abweichen, haben nur dann Gültigkeit, wenn ZONISTA diese ausdrücklich anerkennt.

§ 2      Leistungen ZONISTA

  1. Das Geschäftsmodell von ZONISTA besteht darin, dem Vertragspartner Reiseleistungen zusammenzustellen, die diese an die Reiseenden als eigene Reiseleistung unter eigenem Namen zu eigenen Konditionen anbieten.
  2. Im Verhältnis zu den Reisenden tritt nicht ZONISTA, sondern der Vertragspartner oder ein von diesem benannter Dritter als Reiseveranstalter im Sinne von § 651a Abs. 1 S. 1 BGB auf. Dies gilt auch, wenn der Vertragspartner nur einzelne Reiseleistungen – beispielweise Bus-, Flug- oder Schiffstransfer, Unterkunft, Verpflegung, Eintrittskarten – bei ZONISTA erwirbt oder sich seinerseits auf die Vermittlung von Reiseleistungen an Dritte, die keine Reisenden sind, beschränkt.
  3. Ziffer 2 findet auch dann Anwendung, wenn ZONISTA vom Vertragspartner mit der Erbringung von Reisedienstleistungen beauftragt wird oder wenn der Vertragspartner Reisedienstleistungen von ZONISTA an Reisende vermittelt.

§ 3      Vertragsschluss

  1. Die Angaben aus Katalogen oder Online-Veröffentlichungen von ZONISTA sind lediglich Programmvorschläge, welche eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Vertragsschluss darstellen. Der Vertragspartner ist an ein abgegebenes Angebot zwei Wochen gebunden.
  2. Der Reisevertrag kommt mit dem Zugang der Annahmeerklärung oder einer Angebotsbestätigung von ZONISTA beim Vertragspartner zustande. Diese bedarf keiner bestimmten Form.
  3. Eine vom Angebot abweichende Annahmeerklärung von ZONISTA stellt ein neues Angebot dar, an das ZONISTA zehn Tage gebunden ist.
  4. ZONISTA übermittelt dem Vertragspartner nach Vertragsschluss eine Bestätigung, welche alle vom Reisevertrag umfassten Leistungen enthält.

§ 4      Leistungsänderungen

  1. ZONISTA ist berechtigt, die geschuldeten Reiseleistungen nach Vertragsschluss abzuändern – beispielsweise Austausch von Charter- gegen Linienflug, Austausch der Fluggesellschaft, Austausch der Unterkunft gegen Unterkunft derselben oder höherwertigeren Kategorie, Änderung von Abfahrts- oder Ankunftszeiten, Austausch oder Änderung einzelner Programmpunkte – soweit dies den Umständen nach notwendig ist und der Gesamtzuschnitt der Reise nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Diese Berechtigung besteht nicht, wenn ZONISTA den Eintritt dieser Umstände treuwidrig zu vertreten hat.
  2. Im Falle einer Änderung ist ZONISTA verpflichtet, den Vertragspartner von der Änderung und den der Änderung zugrundeliegenden Umständen unverzüglich zu informieren.
  3. Sofern die Änderung einen wesentlichen Bestandteil betrifft oder das Gesamtkonzept der Reise erheblich modifiziert, ist der Vertragspartner berechtigt, innerhalb einer von ZONISTA gesetzten angemessenen Frist

Erfolgt innerhalb der Frist keine Reaktion gilt die Änderung als angenommen.

  1. Eventuelle Gewährleistungsansprüche des Vertragspartners bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.

§ 5      Preise/Preisänderungen

  1. Sofern nicht anders vereinbart, ist der Reisepreis ein Pauschalpreis für eine maximale Anzahl von Reisenden. Im Falle einer teilnehmerbezogenen Berechnung richtet sich der Reisepreis nach der Anzahl der tatsächlich teilnehmenden Personen.
  2. ZONISTA ist gegenüber dem Vertragspartner unter Angabe zur Berechnung des neuen Preises, zur Erhöhung des Reisepreises berechtigt, soweit dadurch

Rechnung getragen wird. Dabei wird ZONISTA die vor Vertragsschluss für die jeweilige Reiseleistung kalkulierten Kosten von dem Neupreis in Abzug bringen und die sich daraus ergebende Differenz auf den vereinbarten Reisepreis hinzurechnen.

  1. Sollten aufgrund von Änderungen die Kosten für ZONISTA niedriger sein, wird ZONISTA ihrer Verpflichtung zur Herabsetzung des Reisepreises nachkommen und eventuell bereits bezahlte Mehrbeträge erstatten.
  2. ZONISTA ist verpflichtet, den Vertragspartner unverzüglich nach Kenntnis des für die Erhöhung ursächlichen Grundes klar und verständlich über die Preiserhöhung und deren Gründe zu unterrichten und hierbei die Berechnung der Preiserhöhung mitzuteilen. Die Preiserhöhung ist nur wirksam, wenn sie nicht später als 20 Tage vor Reisebeginn erfolgt.
  3. Bei einer Erhöhung des Reisepreises von mehr als acht Prozent ist der Vertragspartner berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten.

§ 6      Zahlungsbedingungen

  1. Mit Abschluss des Reisevertrages hat der Vertragspartner eine Anzahlung zu leisten, deren Höhe zwischen den Parteien vereinbart wird (Vorauszahlung). Der vollständige Reisepreis ist zwei Wochen vor Reisebeginn zur Zahlung fällig, Maßgeblich ist der Zahlungseingang bei ZONISTA. Beträgt der Zeitraum zwischen Vertragsschluss und Reisebeginn weniger als zwei Wochen, ist der Reisepreis sofort vollständig zur Zahlung fällig.
  2. Nicht von der Vorauszahlung erfasst sind Eintrittskarten für Sport-, Musik-, Theater oder sonstige kulturelle Veranstaltungen sowie für Ausstellungen, Museen, Parks oder vergleichbare Orte. Diese Kosten sind einschließlich etwaiger Vorverkaufs-, Reservierungs- oder sonstiger Gebühren zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Zahlung fällig.
  3. Auf etwaig abweichende Zahlungsmodalitäten, beispielsweise zum Zwecke der Kontingentsicherung bei Flugreisen, wird in den individuellen Angeboten von ZONISTA ausdrücklich hingewiesen.
  4. Soweit nicht ausdrücklich vereinbart, sind im Reisepreis nicht enthalten die Kosten für Nebenleistungen wie die Beantragung von Visa. Diese sind mit Vertragsschluss zur Zahlung fällig.

§ 7      Stornierung des Kunden/Bearbeitungsentgelte/Entschädigungsanspruch

  1. Der Vertragspartner hat das Recht, den Reisevertrag vor Reisebeginn jederzeit zu stornieren. In diesem Fall verliert ZONISTA den Anspruch auf Zahlung des Reisepreises.
  2. Anstelle des Reisepreises ist ZONISTA berechtigt, die Zahlung von Stornierungsgebühren als angemessene Entschädigung für entstandene Aufwendungen zu verlangen. Vorbehaltlich abweichender Regelungen belaufen sich die Stornierungsgebühren bei
  1. Reisen, die eine oder mehrere Beförderungen per Flugzeug beinhalten,
  1. Sonstigen Reisen

Dies gilt nicht, wenn die Stornierung oder der Nichtantritt der Reise auf einem Umstand beruht, den ZONISTA zu vertreten hat oder wenn am Ort der Reise oder in unmittelbarer Nähe außergewöhnliche Umstände auftreten, welche die Durchführung der Reise erheblich beeinträchtigen

  1. Änderungen bzw. Korrekturen (name-change) für Flugbuchungen werden mit einer Beabeitungsgebühr in Höhe von EUR 50,00 pro Ticket berechnet.
  2. Die Kosten für Eintrittskarten für Sport-, Musik-, Theater oder sonstige kulturelle Veranstaltungen sowie für Ausstellungen, Museen, Parks oder vergleichbare Orte (§ 6 Nr. 1 S. 2) werden nur insoweit erstattet, wie dies nach den Bestimmungen des jeweiligen Veranstalters möglich ist. ZONISTA erklärt, sich um die Umbuchung oder Rückgabe solcher Eintrittskarten zu bemühen; der Vertragspartner ist damit einverstanden, eventuell dafür gegenüber ZONISTA erhobene Kosten zu tragen.
  3. Das Recht des Vertragspartners, den Nachweis zu führen, dass ZONISTA im Zusammenhang mit der Stornierung oder dem Nichtantritt der Reise keine oder geringere als die in Nr. 2 aufgeführten Kosten entstanden sind, bleibt unberührt. ZONISTA behält sich ausdrücklich vor, im Falle einer Stornierung oder eines Nichtantritts eine höhere als die pauschale Gebühr zu verlangen, soweit diese tatsächlich entstanden und nachgewiesen ist.
  4. Die gesetzlichen Rücktrittsrechte beider Parteien bleiben unberührt.

§ 8      Reisemängel

  1. Die Haftung von ZONISTA für Mängel der vertragsgegenständlichen Leistungen bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften. Ansprüche wegen eines Mangels bestehen nur, wenn dieser unverzüglich telefonisch, per E-Mail oder Fax angezeigt und ZONISTA eine angemessene Frist zur Abhilfe eingeräumt wurde.
  2. ZONISTA haftet nicht für solche Mängel, die auf zusätzlichen, nicht von ZONISTA, sondern vom Vertragspartner angebotenen Reisedienstleistung beruhen.
  3. Ein auf einem Mangel beruhender Anspruch besteht nur, wenn der Mangel innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehenen Ende der Reise gegenüber ZONISTA angezeigt wird. Bei der Berechnung der Monatsfrist wird der Tag des Reiseendes nicht mitgerechnet.
  4. Ansprüche, die auf der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung von ZONISTA, eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von ZONISTA beruhen, verjähren in zwei Jahren. Selbiges gilt für Ersatzansprüche für Schäden, die ZONISTA, ein gesetzlicher Vertreter oder ein Erfüllungsgehilfe von ZONISTA vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt haben.
  5. Die Verjährungsfrist für alle übrigen Ansprüche des Vertragspartners infolge von Mängeln beträgt ein Jahr. Die Frist beginnt mit dem Tage, an dem die Reise dem Vertrage nach enden sollte.

§ 9      Haftung

  1. Die vertragliche Haftung von ZONISTA für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit der Schaden von ZONISTA weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verursacht wurde oder ein von ZONISTA beauftragter Leistungsträger den Schaden zu verantworten hat. Im Übrigen gilt § 651h Abs. 2 BGB entsprechend, so dass haftungseinschränkende oder haftungsausschließende gesetzliche Vorschriften, die auf internationalen Übereinkommen beruhen – beispielsweise EGV 261/2004 oder EGV 889/2002 – und auf die sich ein von ZONISTA eingesetzter Leistungsträger berufen kann, auch zu Gunsten von ZONISTA gelten
  2. Die deliktische Haftung von ZONISTA für Schäden aus unerlaubter Handlung, die nicht Körperschäden oder solche der sexuellen Selbstbestimmung sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit der Schaden von ZONISTA weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verursacht wurde. Darüber hinausgehende Ansprüche nach internationalen Abkommen – beispielsweise dem Montrealer Abkommen – bleiben unberührt.
  3. ZONISTA haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden, die im Zusammenhang mit Fremdleistungen – insbesondere Sport-, Musik-, Theater oder sonstigen kulturellen Veranstaltungen, Besuchen von Ausstellungen, Museen, Parks oder vergleichbaren Orten, Benutzung von Beförderungsmitteln – soweit diese ausdrücklich als solche gekennzeichnet oder als solche eindeutig erkennbar sind, es sei denn, dass eine Pflichtverletzung von ZONISTA für den Eintritt des Schadens ursächlich ist.
  4. Kommt es infolge von höherer Gewalt, insbesondere nicht oder nicht mit angemessener Vorfrist angekündigte Streiks, Naturkatastrophen, Krieg, Terrorismus, Unfällen, Sabotage oder sonstigen vergleichbaren unabwendbaren Ereignissen zu Verzögerungen oder zum Ausfall von Reiseleistungen, wird ZONISTA sich bemühen, im Rahmen der vorhandenen und zumutbaren Möglichkeiten Ersatzleistungen anbieten. Eine Haftung von ZONISTA auf Schadenersatz ist ausgeschlossen.
  5. Für die korrekte Weitergabe von Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und anderer vergleichbarer länderspezifischer Bestimmungen an die Reisenden ist der Vertragspartner verantwortlich. ZONISTA haftet nicht für

Die gegebenenfalls von ZONISTA herausgegebenen Länderinformationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit; die darin enthaltenen Angaben sind ohne Gewähr.

§ 10    Datenschutz

  1. ZONISTA erhebt im Zusammenhang mit dem Vertragsschluss personenbezogene Daten, welche für die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Reisevertrag notwendig sind.
  2. Soweit es zur Erfüllung der mit dem Reisvertrag eingegangenen Verpflichtungen erforderlich ist, werden diese Daten elektronisch gespeichert, verarbeitet und an Dritte, die im Rahmen der Erfüllung des Vertrages einbezogen sind (Hotels, Veranstalter, Transportunternehmen, Fluggesellschaften), übermittelt.

§ 11    Schlussbestimmungen und Gerichtsstand

  1. Die rechtlichen Beziehungen zwischen ZONISTA und dem Vertragspartner unterliegen deutschem Recht. Die Regelungen des UN-Kaufrechts nach dem CISG wird ausgeschlossen.
  2. Erfüllungsort für die Erfüllung von Leistungs- und Zahlungsverpflichtungen ist der Geschäftssitz von ZONISTA.
  3. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für jegliche Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Geschäftssitz von ZONISTA. Dasselbe gilt, wenn der Kunde keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat oder Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt sind. Das Recht von ZONISTA, am Sitz des Vertragspartners zu klagen, bleibt unberührt.
  4. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages oder der AGB hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge. Vielmehr gilt jene Regelung, welche ZONISTA und der Vertragspartner bei Berücksichtigung der jeweiligen Interessenlage unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen hätten.

Diese AGB und Hinweise gelten für:

ZONISTA GmbH - Destination Travel Experts (ZONISTA)
Goethestr. 36 | D-50858 Köln
Tel.: +49 (0) 221 1680 - 14-0
Fax: +49 (0) 221 1680 - 14-11
E-Mail: infozonista.de
Geschäftsführer: Alfred Becker
Amtsgericht Köln HRB 93655
Umsatzsteuer-ID: DE 273 461 886

Stand: 1. Juli 2018